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Paul Jolles (1962-1966) Für den ersten Leiter des Integrationsbüros stand zunächst die Frage einer Assoziation der Schweiz bei der EWG im Vordergrund. Nach dem Scheitern der Beitrittsverhandlungen Grossbritanniens verfolgte Jolles vor allem die Ziele, die Europäische Freihandelszone EFTA zu verstärken sowie den Zoll-abbau in der EFTA und im GATT zu beschleunigen. Als Leiter der Handelsabteilung des Eigenössischen Volkswirtschaftsdepartements hatte er später massgeblichen Anteil an der Aushandlung des bilateralen Freihandelsabkommens von 1972. |
| Jürg A. Iselin (1966-1969) | ||
«Das prägendste Ereignis im Verhältnis Schweiz-EWG-EG/EU in meiner Amtszeit als Chef des IB waren die Verhandlungen über den Beitritt von Grossbritannien in die EG.» | ||
Max Feller (1969-1970) In die Zeit der IB-Leitung von Max Feller fielen - nach dem Rücktritt von Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle - neuerliche Überlegungen der EWG über eine Erweiterung sowie das Angebot an die EFTA-Staaten, «besondere Beziehungen» aufzunehmen. Damit begannen zwischen der EWG und der EFTA exploratorische Gespräche über mögliche Marktöffnungen. |
| Benedikt von Tscharner (1970-1973) | ||
| « Les années 1970 à 1973 furent marquées par la négociation et la mise en vigueur de l'accord sur le libre-échange de produits industriels avec la CEE. Il a ainsi été possible, en parallèle avec le premier élargissement de la Communauté, d'éviter la discrimination douanière sur les plus importants marchés extérieurs de la Suisse. Le BI assuma le rôle d'état-major du négociateur en chef, Paul R. Jolles, directeur de la Division du commerce. En vue de la votation du 3 décembre 1972, une brochure explicative fut, pour la première fois, distribuée à tous les citoyens. » | ||
| Franz Blankart (1973-1979) | ||
| «Das prägende Ereignis während meiner Zeit im Integrationsbüro geschah am 1. Juli 1977, Datum, an welchem sämtliche Einfuhrzölle und Abgaben gleicher Wirkung im Warenverkehr mit Ursprungserzeugnissen zwischen der EWG und den EFTA-Ländern abgeschafft worden sind. Damit ergab sich für die Grenzüberschreitung der Europäische Freihandelsraum; damit eröffnete sich aber auch die bis heute ungelöste Problematik der Vermarktung und der Schaffung ihrer Vorschriften (Stichwort: «gestaltende Mitwirkung»).» | ||
Pierre-Louis Girard (1979-1984) Ses années à la tête du Bureau de l'intégration ont été caractérisées par des discussions menées entre les Etats membres de la CEE et de l'AELE en vue d'intensifier leurs relations économiques par une diminution des obstacles à l'accès aux marchés, par exemple en harmonisant les normes de production ou en simplifiant les règles d'origine. |
| Jakob Kellenberger (1984-1992) | ||
| «Die nicht ganz überraschende Bestätigung am Ende der EWR-Verhandlungen, dass es ohne Beitritt keine Mitentscheidung in der EU gibt. Die Wortwolke «shaping» war und bleibt eine Verlustanzeige für fehlende Mitentscheidung. Nicht ganz überraschend für Leute, die sich mit dem Integrationsbericht von 1988, vor allem dem Kapitel über Assoziationsabkommen, ernsthaft auseinandergesetzt hatten. Verblüfft bin ich bis auf den heutigen Tag, wie rasch «Unverhandelbares» verhandelbar wird, wenn sich wirtschaftliche Nachteile abzeichnen. Entwicklungen bis in die Gegenwart bestätigen den Befund.» | ||
Bruno Spinner (1992-1999) Die Amtszeit von Bruno Spinner war geprägt durch die Abstimmung über den EWR-Beitritt der Schweiz und die Aushandlung der Bilateralen I. Grundsatz der Verhandlungsstrategie der Bilateralen I, die eine Paketlösung anstrebte, war laut Spinner, dass «nur die Gesamtheit der Verträge ein Interessensgleichgewicht zwischen allen beteiligten Staaten sichert.» |
| Michael Ambühl (1999-2005) | ||
| «Das schönste und somit wohl prägendste Ereignis in meiner Amtszeit als Chef des IB war der 25. Juni 2004, als ich zusammen mit Matthias Brinkmann von der EU-Kommission jede einzelne der 224 Seiten der neun sektoriellen bilateralen Abkommen in doppelter Ausführung parafieren durfte. Dieser Schlussstrich unter Monate intensivster Verhandlungen öffnete den Weg zur Unterzeichnung der «Bilateralen II» am 26. Oktober 2004, die einen Meilenstein auf dem bilateralen Weg der Schweiz mit der EU darstellen.» | ||
| Urs Bucher (2005-2010) | ||
| «Während meiner Jahre als IB-Chef stand die innenpolitische Verankerung der Europapolitik im Vordergrund. In vier Volksabstimmungen - Schengen, Erweiterungsbeitrag, Erweiterung der Personenfreizügigkeit und die Weiterführung der Bilateralen I - unterstützte eine klare Mehrheit die Europapolitik des Bundesrates. Diese wurde mit dem Europabericht 2006 auf eine neue, den politischen Realitäten entsprechende Grundlage gestellt.» | ||
| Henri Gétaz (seit 2010) | ||
| « Depuis mon arrivée à la tête du BI, la consolidation et le développement des accords bilatéraux avec l'UE est au centre de nos activités. En particulier les questions dites « institutionnelles », concernant l'adaptation des accords aux évolutions du droit, leur application et interprétation, ainsi que la résolution d'éventuels différends, font l'objet de discussions approfondies avec l'UE. » | ||
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