Direktion für europäische Angelegenheiten DEA

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EU kurz erklärt

Ausgangspunkt der europäischen Integration ist die Überzeugung, dass sich die Schrecken und Leiden der beiden Weltkriege nie mehr wiederholen dürfen. Die Grundidee ist folgende: Arbeiten die europäischen Länder wirtschaftlich und politisch immer enger zusammen und verfolgen gemeinsame Ziele, dann werden kriegerische Auseinandersetzungen zwischen diesen Staaten immer unwahrscheinlicher.

In dieser Hinsicht hat sich die Europäische Union (EU) bewährt: Nie zuvor blieb Westeuropa über eine so lange Zeit von Kriegen verschont. Mit der Integration vieler der ehemals kommunistischen Staaten Osteuropas, der sogenannten «Osterweiterung», wurde das Friedens- und Sicherheitsprojekt EU erfolgreich fortgesetzt: Die ideologische Spaltung Europas nach Ende des Kalten Krieges konnte weitgehend friedlich überwunden werden. Der europäische Binnenmarkt und eine - zumindest bis 2010 - stabile Einheitswährung, der Euro, tragen zu mehr Wohlstand und Stabilität in ganz Europa bei. Mit der Ausdehnung der Zusammenarbeit auf politische Bereiche wie Asyl, Migration, Justiz, Sicherheit, Energie, Umwelt und Aussenpolitik kann den grenzüberschreitenden Herausforderungen besser begegnet werden. Heute besteht die Europäische Union aus 27 Mitgliedstaaten. Mit dem Vertrag von Lissabon, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat, hat sie sich grundlegend reformiert.

Europa heute


Eckdaten

  • 1951:  Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)
  • 1957:  Römer Verträge: Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Euratom
  • 1965:  Fusionsvertrag (1967 in Kraft): Gemeinsame Institutionen
  • 1973:  Beitritt von Grossbritannien, Irland und Dänemark
  • 1981:  Beitritt Griechenlands
  • 1986:  Beitritt von Spanien und Portugal, Einheitliche Europäische Akte (EEA)
  • 1990:  Wiedervereinigung Deutschlands
  • 1992:  Vertrag von Maastricht, die EU entsteht, Beschluss die Wirtschafts- und Währungsunion    (WWU) zu erschaffen
  • 1995:  Beitritt von Österreich, Schweden und Finnland (EU-15)
  • 1997:  Vertrag von Amsterdam
  • 2001:  Vertrag von Nizza
  • 2002:  Einführung des Euro als Bargeld
  • 2004:  Beitritt von Polen, Ungarn, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Lettland, Estland, Litauen, Zypern und Malta (EU-25)
  • 2004:  Verfassungsvertrag: Entwurf eines Vertrages über eine Verfassung für Europa (nicht in Kraft  getreten; gescheitert an Referenden in Frankreich und den Niederlanden)
  • 2007:  Beitritt von Bulgarien und Rumänien (EU-27)
  • 2007:  Vertrag von Lissabon wird am 13. Dezember unterzeichnet.
  • 2009: Der Vertrag von Lissabon tritt am 1. Dezember in Kraft
  • 2012: 25 EU-Mitgliedstaaten unterzeichnen einen "Fiskalpakt" als Teil der Lösung der    Schuldenkrise.

 


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Typ: PDF

März 2012
19.03.2012 | 78 kb | PDF
Typ: PDF

März 2013
08.03.2013 | 2743 kb | PDF


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